Nun wir fahren aus Brest heraus in Richtung Westen. Da wir heute schon mal ein Fort besucht haben, sind wir nun sehr sensibel was Hinweisschilder
zu Festungen angeht. Auf dem Weg Richtung Westen finden wir das Fort " Montbarey". Wir waren davon so beieindruckt, das wir ganz vergessen haben,
ein paar Foto´s zu schießen. Hier hat man eine Ausstellung über die deutsche Besatzungszeit zusammengetragen, die mich sehr ergriffen hat.
Vom amerikanischen Sherman Panzer bis zum einsatzbereiten Willis-Jeep sind die Fahrzeuge der Alliierten hier zu sehen. In einem Eisenbahnwagon
welcher der Deportation bretonischen Juden diente, ist diese sehr genau dokumentiert. In den Ausstellungsräumen ist die gesamte Kriegszeit vom
Einmarsch der Deutschen bis zur Eröffnung der zweiten Front zu sehen. Leider fehlen geeignete Klimageräte in den teils unterirdischen
Kasematten, so das einige der in den Vitrinen liegenden Ausstellungsstücke durch die Feuchtigkeit sehr gelitten haben.
Es ist das größte Festungswerk einer Befestigungslinie westlich von Brest. König Ludwig der XVI. wollte Brest zu einer uneinnehmbaren
Festung ausbauen. In Montbarey konnte eine Mannschaft von 500 bis 600 Mann einer dreiwöchigen Belagerung standhalten. Es wurde 1777 bis 1784 erbaut.
Die Unterzeichnug der amerikanischen Unabhängigkeit jedoch bedeutete für das Fort, das es nach der Fertigstellung eher der Abschreckung diente.
1984 wurde es von der Französischen Marine an die Association du Mémotial übergeben.
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Weiter westlich, wenn man auf der N789 um die Anse de Bertheaume herumgefahren ist biegt man in Richtung Plougonvelin ab. Dort ist das Fort Bertheaume
schon ausgeschildert. Doch um es zu finden, brauch es schon ein wenig detektivischen Spürsinn. Auch hier waren die Deutschen Besatzertruppen stationiert.
Eigentlich fragt man sich, was wollten sie in solch alten Festungen. Bunkeranlagen für Geschütztürme die so gar nicht in diese Gemäuer
passen zeigen jedoch die Absicht die Zufahrt nach Brest zu erschweren. Über die Geschichte des Fort´s berichtet ein Film im unterirdischen
Munitionsbunker. Entlang des Munitionsaufzuges geht es wieder an das Tageslicht. |
Durch archäologische Funde weiß man, das dieser Ort schon lange bewohnt war. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1474.
Man vermutet jedoch, das bretonische Herzöge bereits davor eine Festung errichtet haben um die Heimat zu schützen. Die Schlacht der "Cordiliére" war wohl eins
der wichtigsten Ereignisse des Fort´s Bertheaume. Die Cordiliére war ein Schiff, weilches bis zu 200 Männer fassen konnte. Es wurde auf Anordnung
Anne de Bretagne gebaut. Kapitän Hervé de Portsmoguer legte am 10. August 1512 hier an um um zu Übernachten und den angesehnsten Bretonen ein Fest zu geben.
Als der Morgen graute griff eine englische Flotte Brest an. Die Cordiliére eilte zu Hilfe. Als er den Kampf für verloren glaubte, Legte er auf seinem Schiff Feuer
und enterte das größte Schiff der Engländer, die "Regent". Als das Feuer übergriff explodierten beide Schiffe.
St- Colombe empfahl 1689 die Insel zu einer Festung auszubauen. Vauban, der wiohl bekannteste Festungsbaumeister dieser Zeit, ließ 5 Jaher später den Worten Taten folgen.
Zwischen 1993 und 1996 stürzte die Brücke die zur Festung führte durch heftige Winterstürme ein und wurde 1997 durch die heute existierende ersetzt.
Auf dem Festland sind die Manschaftsunterkünfte gelegen. Heute hat man dort eine Stätte der Kultur geschaffen. Ein Amphitheater ist entstanden.
Zur eigentlichen Festung gelangte man in alten Zeiten nur über eine Seilbahn, die später durch eine Seilbrücke ersetzt wurde.
Als diese bei einem Sturm zerstört wurde, baute man die heutige feste Verbindung. Künstler benutzen das Fort für ein Gesamtkunstwerk,
indem sie es verschiedenfarbig anstrahlen.
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