Die Bretagne

geheimnisvolles, wunderbares

Land am Meer

Der Weg in die Bretagne ist, je nachdem aus welcher Ecke Deutschland´s man kommt, doch recht weit. Wir kommen aus dem sächsischen Delitzsch und haben schon eine 3-4 Stunden Anreise, um überhaupt die französische Grenze zu erblicken. Wir benutzen immer den Übergang bei Saarbrücken. An Metz und Reims vorbei führt uns die Autobahn ins staugeplagte Paris.
Dort bekommt meine Frau ob des wilden Verkehrs immer einen ganz starren Blick! Man hat dort aber auch einen Fahrstil drauf! Ich find nur immer die Motorräder schlimm, die durch die Autoreihen heizen wie die Kranken.
Nun irgendwann hat man auch Paris hinter sich und weiter geht es über Chartres, vorbei an Le Mans in Richtung Laval. Nachdem endlich hinter Vitré die Autobahn kostenlos und wir schon um einige FF ärmer geworden sind, ist es jedesmal wie ein Endspurt. Nicht mehr lang und Rennes wird umfahren. Rennes ist das Verwaltungszentrum der Bretagne. Das Tor zum Eintritt in die Sagenwelt der Kelten!

zum Mont Saint Michel

Wir haben ab und an mal die Route variiert. Einer der anderen Wege führte uns am

Mont Saint Michel

vorbei.Ohne zu übertreiben möchte ich sagen, dort fährt man nicht vorüber ohne ihn besucht zu haben. Wir hatten Glück mit der Zeit! Es war etwa gegen 18.00 Uhr als wir dort ankamen. Der Mont St Michel ist eines der Top Tourismusmagnete Frankreichs. Aber um diese Zeit war es nicht mehr so stark besucht. Wir konnten uns viel ansehen ohne uns durch die anderen Besucher zu quetschen. Niemand weiß genau, ob Der Mont St. Michel nun zur Bretagne oder zur Normandie gehört. Beide machen sich das Kleinod streitig. Entstanden ist es durch eine Springflut im Jahre 709, als der Fels zur Insel wurde. Der Bischof von Avranches, der heilige Aubert errichtete (angeblich im Auftrag des Erzengels Michael) das erste Gott geweihte Bauwerk. Es folgten verschiedene Bebauungen des Felsens. Im 13.Jahrhundert belagern Bretonen den Mont St. Michel im Auftrag des französischen Königs und zerstören teilweise die Abtei. Doch als Phillip August die Normandie eroberte, befiehlt er den Wiederaufbau. Mönche errichten in 25 Jahren harter Arbeit die heute zu sehende gotische Kirche. Eine schwere Schufterei, wenn man bedenkt, das bei Ebbe das Wasser sich 17 Km zurückzieht und bei Flut mit der "Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes" wieder heranrollt. Und nur bei Ebbe war es möglich Baumaterial zum Felsen zu transportieren!

An Rennes vorbei geht es dann in Richtung Lamballe, St. Brieuc und Guingamp weiter für uns. Dann geht es den Berg runter und wieder hinauf und wieder runter und dann... kommt eine Brücke und auf dieser "der Anblick " schlechthin: das Viadukt von Morlaix! Wenn wir das sehen sind wir eigentlich angekommen. Die nächste Abfahrt gehört uns und dann genießen wir den Anblick der mittlerweile schon so vertrauten Gegend. Die Straße führt uns in Richtung Roscoff. Ein Hallo in Richtung der Insel Garantec und schon kommen die Türme der Kirchen von Saint Pol de Leon in Sicht.

einiges über Roscoff und Umgebung

Saint Pol de Leon ist dem direkt am Meer liegenden altem Freibeuternest Roscoff landeinwärts vorgelagert. Schon von weitem kann man die Türme (der des Kreikers ist 78 m hoch und diente vielen anderen als Vorbild) beider Kirchen sehen. Diese prägen die Silhouette der Stadt. Im Kreisker von Saint Pol de Leon hat der Heilige Paul Aurelien seine letzte Ruhestätte gefunden.

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